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Deutsche schätzen Renteneinkünfte falsch ein

 

Einer Befragung des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) zu Folge stehen die Schätzungen der Deutschen zur Rentenhöhe im krassen Gegensatz zur Realität.

Obwohl die Rentenhöhe etwa 80 Prozent des letzten Bruttogehalts betragen sollte, glaubte die Hälfte der Befragten, mit nur 50 Prozent auskommen zu können.

 

 

 

Einer Befragung des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) zu Folge stehen die Schätzungen der Deutschen zur Rentenhöhe im krassen Gegensatz zur Realität. Obwohl die Rentenhöhe etwa 80 Prozent des letzten Bruttogehalts betragen sollte, glaubte die Hälfte der Befragten, mit nur 50 Prozent auskommen zu können.


Das Auskommen im Alter schätzen die meisten Deutschen falsch ein. Diesen Schluss läßt eine repräsentative Befragung unter 1.014 Deutschen zu, die im Auftrag eines Direktversicherers zur Einschätzung ihrer eigenen Altersversorgung befragt wurden. Danach ist jeder vierte Deutsche davon überzeugt, dass er im Alter ohne Rücklagen aus einer zusätzlichen privaten oder betrieblichen Vorsorge auskommen kann. Besonders hervorzuheben ist der Irrtum, dass zusätzliche Alterseinkünfte nur für spätere Luxusanschaffungen vorgesehen und Besserverdienern vorbehalten sind. Ein weiteres Drittel teilt diese Ansicht zumindest teilweise.

Kein Befragter wusste, dass nach offiziellen Prognosen der Bundesregierung die gesetzliche Rentenversicherung im Jahr 2030 nur noch 40,4 Prozent des letzten Bruttoeinkommens betragen wird - und somit Altersarmut vorprogrammiert ist.

Dass betriebliche wie auch private Zahlungen zur eigenen Altersversorgung zur Befriedigung von Luxusgütern und Weltreisen herangezogen werden, ist demnach ein weitvertreiteter Versicherungsmythos, so der beauftragende Versicherer. Die Hälfte der Befragten glaubte, dass die Höhe der monatlichen Rentenzahlungen bei über 50 Prozent des letzten Bruttogehalts läge und damit ein finanziell auskömmlicher Lebensabend gewährleistet sei.Die Wenigsten wussten, dass dieser Prozentsatz bereits heute unterschritten wird. Interessant ist dabei, dass diesem Irrtum selbst Vorsorgesparer unterlegen waren.

Um 80 Prozent seines letzten Bruttogehalts als Altersrente zu erhalten, ist eine private Vorsorge zur Schließung der Versorgungslücke unumgänglich. Die meisten Sparer sind davon weit entfernt und das Ergebnis der Umfrage hat gezeigt, dass das Thema "Altersversorgung" in breiten Kreisen der Bevölkerung noch immer nicht angekommen ist. Es herrscht eine weitverbreitete Illusion über die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Riester-Rente deckt keine Einkommenslücken im Alter

Die staatlich geförderte Riester-Rente ist keine private Zusatzversicherung, sondern füllt lediglich die gesetzlich beschlossene Reduzierung der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie füllt nach Auskunft der Bundesregierung in ihrem Rentenbericht nur einen Teil der beschlossenen Kürzung: Sie trägt im Jahr 2030 nur 5,8 Prozent zum Bruttoversorgungsniveau bei - sofern der Sparer die begünstigte Sparleistung regelmäßig und in voller Höhe erbracht hat.

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verwendetes Original-Photo:

Butz - Fotolia.com




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