Sonderbedingungen für die gleitende Neuwertversicherung (SGlN 88)

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Zur Versicherung von Gebäuden zum Gleitenden Neuwert gelten zwecks Anpassung an Kostenänderungen im Bauwesen folgende Abweichungen von den Allgemeinen Versicherungsbedingungen:

§ 2 Entschädigungsberechnung; Unterversicherung

  1. Der Schaden wird auf der Grundlage der ortsüblichen Preise zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalles ermittelt.
  2. Die Bestimmungen der §§ 11 LZB 87, 11 Nr. 2 AWB 87 und 11 Nr. 2 AStB 87 finden keine Anwendung.
  3. Die errechnete Neuwertentschädigung wird voll geleistet, wenn die "Versicherungssumme 1914" mindestens dem "Versicherungswert 1914" entspricht. Ist die "Versicherungssumme 1914" niedriger als der "Versicherungswert 1914" zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalles (Unterversicherung), so wird nur derjenige Teil des Schaden ersetzt, der sich zu dem ganzen Schaden verhält wie die "Versicherungssumme 1914" zu dem "Versicherungswert 1914".
  4. Hat der Versicherungsnehmer den Neubauwert eines anderen Jahres angegeben (§ 1 Nr. 2), so ist Nr. 3 (Unterversicherung) nur anzuwenden, soweit der angegebene Neubauwert vom tatsächlichen Neubauwert jenes Jahres abweicht oder der Neubauwert durch wertsteigernde Um-, An- oder Ausbauten erhöht worden ist.
  5. Eine Unterversicherung wird nur berücksichtigt, soweit sie 3 Prozent der "Versicherungssumme 1914" der betroffenen Position des Versicherungsvertrages übersteigt.
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